Wir wünschen uns eine Welt, in der alle Menschen frei und selbsbestimmt ein gutes Leben führen können. Frei von Zwängen die menschengemacht sind und zum Beispiel durch Geburt, Geschlecht oder Elternhaus entstehen.

Wir haben unterschiedliche Utopien von einer besseren Welt und verschiedene/kreative Ideen, wie die Menschheit zum guten Leben für alle gelangen kann.

Wir bilden uns gemeinsam fortlaufend weiter und entwickeln Gedanken für eine solidarische Gesellschaft, in der alle Menschen einen würdevollen Platz haben.

Wir konzentrieren uns in unserer Praxis auf konkrete und erreichbare Ziele um das Leben für alle ein wenig besser zu machen oder eben ein bisschen weniger schlecht.

Wir bieten regelmäßige offene Treffen an, zu denen alle Willkommen sind, die gemeinsam mit uns an einer besseren Gesellschaft arbeiten wollen. Hier können sich alle Menschen mit ihren Ideen, Wünschen und Nöten einbringen.

Wir treffen gemeinsame Entscheidungen basisdemokratisch nach dem Konsensprinzip. Dabei achten wir darauf, dass alle Perspektiven gehört werden.

Wir richten unsere Themenschwerpunkte nach dem, was die Menschen, die sich bei uns engagieren, bewegt.

Wir bevorzugen in unseren öffentlichen Veranstaltungen und Aktionen die Themen, die wir für notwendig halten und bei denen es einen klaren Gruppenkonsens gibt. Allen bei uns engagierten Menschen steht frei, sich anderswo für Themen einzusetzen, bei denen wir keinen kollektiven Konsens finden können, solange sie unseren Grundsätzen nicht widersprechen.

Wir setzen uns kritisch mit den uns anerzogenen Unterdrückungsmechanismen auseinander. Wir bemühen uns gemeinsam darum, Macht und Hierarchien zu identifizieren und Methoden zu entwickeln, diese zu minimieren und nachhaltig aufzulösen.

Unsere Treffen sollen ein sicherer Ort für alle sein. Aus diesem Grund kommunizieren wir immer respektvoll und gewaltfrei. Wir verzichten auf erhöhte Lautstärke, auf Beleidigungen, Spott und gegenseitiges Unterbrechen. Falls einer Person gewaltfreie Kommunikation deutlich nicht gelingt, muss die Situation reflektiert und aufgearbeitet werden, damit die Person weiterhin zu unseren Treffen kommen kann.

Wir sind uns einig, dass manche Verhaltensweisen und Haltungen dem guten Leben für alle entgegen stehen und darum keinen Platz bei uns haben können. Das sind Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Ableismus, Antifeminismus, Queerfeindlichkeit, Transfeindlichkeit und alle anderen Formen der Menschenfeindlichkeit.

Wir sind uns darüber bewusst, dass wir alle in einer Welt voller Menschenfeindlichkeit sozialisiert wurden und dadurch menschenfeindliche Muster unterschiedlichster Art internalisiert haben und diese im Alltag reproduzieren. Wir wollen uns aktiv und empathisch darum bemühen, diese Muster zu identifizieren und aufzulösen. Wer sich darum aufrichtig bemüht, kann bei uns willkommen sein.

Wir arbeiten frei, situationsbedingt und themenbezogen mit anderen Kollektiven, Gruppierungen und Initiativen zusammen. Dabei sind wir zielorientiert, kooperativ und solidarisch, aber bleiben auch kritisch distanziert und immer selbstbestimmt.

Wir sind grundsätzlich solidarisch mit allen, die von Unterdrückung betroffen sind oder aktiv gegen Unterdrückungsmechanismen, Ungerechtigkeit und Menschenfeindlichkeit eintreten. Dies bedeutet nicht automatisch, dass wir uns ihre Ziele und Haltungen zu allen Themen oder ihre Methoden zu eigen machen.